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19. März 2012 | MYIMMO.DE

Wiederbelebung für Mini-KWK-Förderung in 2012

Wiederbelebung für Mini-KWK-Förderung in 2012 (Bild)

Aus einer Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Grünen geht hervor, dass die zusätzliche Förderung von Mini-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) ab dem 1. April 2012 wieder aktiviert werden soll.

Strom erzeugenden Heizungen wird in Deutschland eine erfolgreiche Zukunft vorausgesagt. Mini Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, kurz KWK-Anlagen, erzeugen mit der eingesetzten Energie gleichzeitig Strom und Wärme. Da dieses Prinzip energetisch sehr effizient ist, sollen bis 2020 in Deutschland ein Viertel des Stromes in KWK-Anlagen erzeugt werden.

2008 begann die Förderung des Bundes von den sogenannten Mini-KWK-Anlagen in Abhängigkeit von der Anlagengröße und der Vollbenutzungsstunden, was dem Markt bereits wichtige Impulse gegeben hat. Die Bundesregierung plant, die Förderung von Mini-KWK-Anlagen ab 2012 wieder aufzulegen. Das 2008 eingeführte Mini-KWK-Impulsprogramm war im Frühjahr 2010 aufgrund der großen Nachfrage offiziell gestoppt worden.

Mittelausstattung spricht für Fokussierung

Für die zusätzliche Mini-KWK-Förderung stehen 2012 etwa 20 Mio. Euro zur Verfügung. Diese finanzielle Ausstattung ist aufgrund der hohen Nachfrage höchstwahrscheinlich deutlich zu niedrig für ein nachhaltiges Anreizprogramm. Der Spitzenfördersatz liegt bei 3.500 Euro für eine Anlage mit 20 kW elektrischer Leistung. Bei dem Impulsprogramm von 2008 lagen die Fördersätze hingegen zum Teil weit über 10.000 Euro. Bei einem erneuten vorzeitigen Stopp wie 2010 würde der Markt für Mini-KWK einen massiven Dämpfer erhalten.

Die Abwicklung der Förderung wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernommen und steht unter dem Vorbehalt ihrer Finanzierung. Sie wird daher voraussichtlich auf den untersten Leistungsbereich und eventuell nur auf bestimmte Technologien wie z.B. KWK-Anlagen mit Stirlingmotor beschränkt werden.

Positive Entwicklungen von KWK-Anlagen

In den letzten zwei Jahren hat sich auf dem Gebiet der Kraft-Wärme-Kopplung einiges getan. Insbesondere bei Kleinstkraftwerken, die für Ein- und Zweifamilienhäuser konzipiert sind.

Mittels Kraft-Wärme-Kopplung können hohe Mengen CO2 eingespart werden - bis zu 35 Prozent durch ihre ausgezeichnete Brennstoffumsetzung. Vor allem aufgrund der guten Klimaschutzpotenziale will die Bundesregierung den Anteil an KWK-Strom bis 2020 auf 25 Prozent verdoppeln und damit mindestens 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen. Zudem lässt sich sowohl Strom wie auch Wärme für den Eigengebrauch erzeugen.

Durch die zusätzliche Auskopplung von Wärme bei der Stromerzeugung kann ein Teil der Energie, die in Großkraftwerken normalerweise als Abwärme einfach verpufft, genutzt werden, um das Eigenheim zu beheizen. Positiv ist ebenfalls die Nähe zum Verbraucher: Weil der Stromtransport entfällt, werden die Strom-Netze entlastet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungsanlagen sind die Anfangsinvestitionen jedoch relativ hoch. Trotz der späteren Kostenersparnis bedarf es deswegen einer entsprechenden Marktbelebung durch eines verlässlichen Anreizprogramms.

Eine Stop-and-Go-Förderung gepaart mit vagen Ankündigungen oder langwierigem Diskussionen über künftige Förderbedingungen führen bei Investoren und Verbrauchern zu Zurückhaltung. Die Fördermittel sollen aus dem Etat des Energie- und Klimafonds stammen. Dieser speist sich aus den Einnahmen aus CO2-Zertifikaten.

Weitere Information finden Sie in dem Artikel "Mikro-BHKW" auf bhkw-ratgeber.de.

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