A wie Altbausanierung
Die ersten Häuser mit einem akzeptablen Energiebedarf entstanden damals erst in den 90er-Jahren. Je älter das Haus dementsprechend ist, desto kritischer meistens der Zustand des Hauses. Demnach steigert eine Altbausanierung den Immobilienwert erheblich.
Der Begriff Altbausanierung beschreibt die Sanierung eines Altbaugebäudes. Neben der Gebäudetechnik kann die Altbausanierung die Statik der Bauteile, die Grundriss- disposition oder auch die äußere Hülle betreffen. Neben der rein ökonomischen Betrachtungsweise kann die Altbausanierung ökologisch sinnvoll sein, da Ressourcen geschont und bereits vorhandene Bauelemente genutzt werden. Eine Altbausanierung betrifft allgemein den Gebäudebestand, also auch solchen, der aus denkmalpflegerischer Sicht nicht schützenswert ist. Die Begriffe Konservierung und Restaurierung sind daher dem Denkmalschutz zuzuordnen. Eine Altbausanierung bedingt, aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen an und in allen Gebäudeteilen, in der Regel den vorübergehenden Auszug der Nutzer.
Ein wichtiges Kriterium zur Frage der Wirtschaftlichkeit einer Altbausanierung stellt der Bestandsschutz dar. Wegen der umfassenden Zielsetzung erstrecken sich die Arbeiten meistens auf viele verschiedene Gewerke wie Fassadenbau, Putzerarbeiten, Mauerwerks- und Betoninstandsetzung, Trockenlegung, Zimmererarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Klempnerarbeiten, Installateurarbeiten, Fliesenlegerarbeiten, Elektroinstallationsarbeiten, Fensterbau, Innenausbau und Malerarbeiten. Aufgrund der vielfältigen und umfangreichen Maßnahmen sind die Arbeiten entsprechend zu koordinieren und deren Ablauf zu überwachen.
Bei einer Altbausanierung ist jedoch eine nachträgliche Wärmedämmung nur in seltenen Fällen wirtschaftlich. Kein Unternehmer würde eine Investition tätigen, die sich erst nach 20 bis 25 Jahren rechnen würde. Aber durch gesetzliche Zwangsmaßnahmen, wie den Energiepass oder die verschärfte Energieeinsparverordnung, wird der Bürger zum gehorsamen Energiesparen erzogen. Unter dem Deckmantel CO2-Gebäudesanierung kann die Fördermittelbeantragung im Rahmen der neuen Auflagen aus EEWärmeG, EnEV, EnEG und dem Konjunkturpaket erfolgen. Es stehen verschiedene Förderprogramme sowie auch KfW-Förderprogramme zur Auswahl.
Doch eine Altbausanierung muss nicht immer finanziell ein ziemlicher Brocken sein, denn es muss ja nicht immer alles auf einmal gemacht werden. Viele Sanierungsmaßnahmen lassen sich durchaus über einige Jahre hin strecken. Das schont garantiert die Nerven und den Geldbeutel. Ein Altbau ist im Vergleich zum Neubau nicht immer ein Schnäppchen und deshalb sollten sich Kaufinteressenten vor dem Kaufabschluss ein Gutachten machen lassen. Ein unabhängiger Sachverständiger kann den Wert eines Wohnhauses einschätzen und weiß, welche Altbausanierungskosten im Einzelfall noch zusätzlich auf den Käufer zukommen.
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